Alte Universität

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Datei:Datei:HMW 197212.jpg
Dr. Ignaz Seipel - Platz 1, Alte Universität, um 1899
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1237
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien,Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  2.06.2017 durch Admin
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Bildname Datei:HMW 197212.jpg
Bildunterschrift  Dr. Ignaz Seipel - Platz 1, Alte Universität, um 1899
Bildquelle HMW 197212, Foto: A. Stauda
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Wollzeile27a
1Postgasse7 - 9
Dr.-Ignaz-Seipel-Platz1
Wollzeile27a
Postgasse7 - 9
1Dr.-Ignaz-Seipel-Platz1

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Alte Universität (1, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 1, Wollzeile 27a, Postgasse 7-9).

Die 1237 durch Herzog Friedrich II. geschaffene Bürgerschule wurde durch Herzog Rudolf IV. zur Hohen Schule erhoben. Die Universität wurde unter Albrecht III. teils in neu erbauten, teils in restaurierten Häusern des Gebäudekomplexes gegenüber den Dominikanern untergebracht (Kollegium, Aula, Bibliothek und Spital). In der Umgebung entstanden Bursen.

1389 schenkte Albrecht der Universität zur Unterbringung der juridischen Fakultät ein Gebäude in der kleinen Schulerstraße, das daraufhin Juristenschule genannt wurde. 1417 erwarb die Universität zwei daneben gegen die Wollzeile zu gelegene Brandstätten als Bauplätze; nachdem sie 1421 zu diesen auch noch ein Haus geschenkt und das gesamte Baumaterial der bei der Judenverfolgung zerstörten Synagoge erhalten hatte, ging sie daran, sich ein neues Gebäude zu errichten, das 1425 der Benützung übergeben wurde (1, Universitätsplatz 1). Nachdem die Jesuiten (denen 1554 provisorischen und 1568 endgültig das Kloster Am Hof samt Kirche übergeben worden war [ Jesuitenkirche, sub 1,) in die Gegend der Alten Universität übersiedelt waren, übergab ihnen Ferdinand II. 1623 die theologische und philosophische Fakultät, verpflichtete sie aber (bei gleichzeitig Bewilligung zum Bau eines Kollegiums, eines Seminars und einer neuen Kirche [ Universitätskirche ]), bauliche Veränderungen vorzunehmen. Die Örtlichkeit, die dazu ausersehen war, nämlich das Ende der Oberen unteren Unteren Bäckerstraße, erfuhr daraufhin um 1625 eine große Umgestaltung.

Die Gebäude der Alten Universität und die mit ihnen verbundenen Objekte verschwanden; zahlreiche Häuser wurden baulich in das Kollegiatsgebäude samt Kirche einbezogen; eine neue Gasse gegen die Dominikaner- bzw. gegen die Bockgasse wurde eröffnet; neben der Kirche entstand ein kleines Gäßchen gegen die Schönlaterngasse (Kirchengasse, später Jesuitengasse); die Riemergasse, die, die Verlängerung der Bäckerstraße überquerend, ursprünglich über den Alten Fleischmarkt in den Sauwinkel führte, wurde jenseits der Wollzeile bei der Heidenburse abgeschlossen, und von der Wollzeile aus wurde zwischen zwei Häusern eine überwölbte Durchfahrt (Schwibbogengasse (1)) zum neu entstandenen Universitätsplatz hergestellt.

Unter Maria Theresia errichtete man die Aula, in der aber nur ein Teil der Vorlesungen abgehalten werden konnte. Anstelle zweier vorgelagerter Flügel zwischen Schönlatern- und Postgasse (in denen die Bibliothek des Akademischen Kollegs untergebracht war) entstand 1827/1828 ein Zubau zur Universitätsbibliothek, der sich erhalten hat (Universitätsarchiv). Nach der Revolution 1848 mußte die Universität die Aula verlassen; die Vorlesungen fanden teils im Theresianum (4, Favoritenstraße 15), teils im Josephinum (9, Währinger Straße 25) statt, später im alten Kollegienhaus.

Literatur

  • Franz Gall: Die Alte Universität. Wien [u.a.]: Zsolnay [1970] (Wiener Geschichtsbücher, 1)
  • Justus Schmidt: Die alte Universität in Wien und ihre Erbauer Jean Nicolas Jadot. Wien [u.a.]: Epstein 1929 (Wiener Forschungen zur Kunstgeschichte)
  • Renate Wagner-Rieger: Das Haus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Festgabe zur 125-Jahrfeier der Akademie. Wien [u.a.]: Böhlau 1972
  • Schriftenreihe des Universitätsarchivs, Universität Wien. Hg. vom Universitätsarchiv der Universität Wien. Wien: Univ.-Verl. für Wiss. und Forschung 1985-1998
  • Universität Wien, Theologische Fakultät: 600 Jahre Theologische Fakultät an der Universität Wien, 1384-1984. Wien: Univ.-Verl. für Wiss. und Forschung 1985 (Schriftenreihe des Universitätsarchivs, Universität Wien, 1)
  • Günther Hamann [Hg.]: Das alte Universitätsviertel in Wien 1385-1985. Wien: Univ.-Verl. für Wiss. und Forschung 1985, S. 75 ff. (Schriftenreihe des Universitätsarchivs, Universität Wien, 2)
  • Paul Uiblein: Mittelalterliches Studium an der Wiener Artistenfakultät. Kommentar zu den Acta Facultatis Artium Universitatis Vindobonensis 1385-1416. Wien: Univ.-Verl. für Wiss. und Forschung 1987 (Schriftenreihe des Universitätsarchivs, Universität Wien, 4)
  • Richard Perger: Straßen, Türme und Basteien. Das Straßennetz der Wiener City in seiner Entwicklung und seinen Namen. Wien: Deuticke 1991 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 22), S. 146 f.
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