Eskelespalais

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von
Jahr bis
Andere Bezeichnung „Kunstpalais"
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Bernhard Eskeles der Jüngere
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  2.06.2017 durch Admin
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BezirkStraßeHausnummer
Dorotheergasse11

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut
„Innere Stadt“ gehört nicht zu den zulässigen Werten (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, ...) für das Attribut „Bezirk“.
„Innere Stadt“ gehört nicht zu den zulässigen Werten (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, ...) für das Attribut „Bezirk“.

Eskelespalais (1, Dorotheergasse 11). Die Besitzer des Gebäudes lassen sich bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurückverfolgen; damals war das Haus Bestandteil des herzoglichen Kanzleigebäudes. 1671-1684 scheint Hans Jakob Baron Brassican von Emerberg als Eigentümer auf. Als weitere Besitzer tauchen Mitglieder der Familien Daun, Breuner, Sinzendorf, Harrach, Dietrichstein, Esterházy und Kaunitz auf. 1820 gehörte das Haus Bernhard Freiherr von Eskeles der Jüngere (Eskelesgasse); er hatte 1774 gemeinsam mit seinem Schwager [Arnstein|[Nathan Adam Arnstein]] das Bankhaus Arnstein & Eskeles gegründet und war 1816 einer der Begründer der Oesterreichischen Nationalbank. Eskeles leitete eine gründliche Renovierung (besonders im Inneren) in die Wege. In seinen Salons verkehrte die vornehme Gesellschaft Wiens, darunter hervorragende Vertreter aus Kunst und Wissenschaft. 1827 kam das Haus in den Besitz von Alexander Graf Näko de Szent Miklös („Palais Näko"); die Fassade des schönen Barockhauses wurde um 1830 klassizistisch umgestaltet (große Pilasterordnung, Dreieckgiebel), das Portal aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts blieb jedoch erhalten. 1885 folgte der Kunsthändler Hugo Othmar Miethke als Besitzer. Vor 1934 sollte das Palais zum Wohnsitz von Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß umgestaltet werden, kam dann jedoch (da Bundeskanzler Dr. Kurt Schuschnigg im Kustodentrakt des Oberen Belvederes wohnte) 1936 an das Dorotheum, das hier zwar seine Kunstabteilung unterbrachte, jedoch einige Jahrzehnte hindurch keine baulichen Veränderungen vornahm. Erst in den 70er Jahren entschloß man sich zu einer Generalsanierung des Gebäudes nach denkmalpflegerischen Grundsätzen, die im März 1982 abgeschlossen werden konnte; 1980 wurde das im Esterházypalais (6) abgenommene Deckengemälde „Jupiter und Juno im Götterhimmel" von Antonio Marini (1821) hieher übertragen. Die Eröffnung als „Kunstpalais" (wie das Dorotheum das Gebäude seither offiziell nennt) erfolgte im Rahmen der 275-Jahr-Feier des Instituts. Im Versteigerungssaal wurde das aus dem Palais Kaunitz (6, Amerlingstraße 6) stammende Deckenfresko von Antonio Marini (1820) appliziert. Auf der Suche nach einem Standort für das Jüdische Museum der Stadt Wien fiel die Wahl auf das Eskelespalais, das von der Gemeinde Wien 1993 vom Bund angemietet wurde.

Literatur

  • Felix Czeike: I. Innere Stadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 1), S. 36
  • Wilhelm Kisch: Die alten Straßen und Plätze von Wiens Vorstädten und ihre historisch interessanten Häuser. (Photomechan. Wiedergabe [d. Ausg. v. 1883]). Cosenza: Brenner 1967, Band 1, S. 432